Technische Universität Dresden

Technische Visualistik

Vizamp

Ein Systemansatz für agiles Multi-Projektmanagement

Zeitraum

1. März 2012 - 28. Februar 2013

Partner und Förderer

Vizamp wird in Zusammenarbeit mit der queo GmbH durchgeführt. Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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Beschreibung

Zusammen mit der queo GmbH aus Dresden führt der Lehrstuhl Mediengestaltung ein neues Forschungsprojekt durch, das sich einer Thematik widmet, die zum Arbeitsalltag kleinerer und mittlerer Unternehmen gehört, vielfach jedoch Probleme in der konsequenten Umsetzung bereitet: dem Projektmanagement. Den Anforderungen von mittelständischen Dienstleistungsunternehmen in der Wissensgesellschaft (Werbebranche, IT-Sektor, und Individual-Softwareentwicklung) werden die bislang verfügbaren Softwarelösungen nur bedingt gerecht.

Das Vizamp-Forscherteam hat sich zum Ziel gesetzt, die Projektplanung für mittelständische Unternehmen in der Wissensgesellschaft zu verbessern. Dabei wird ein interaktives System für agiles Multi-Projektmanagement konzipiert, das innovative Visualisierungs- und Interaktionskonzepte für die Arbeit von Projektmanagern und das kollaborative Arbeiten der Projektteams verbessern soll.

Der Hintergrund für den Start des Forschungsprojekts war das Wissen um die Unzulänglichkeiten klassischer Projektmanagement-Software, insbesondere bei der Projektplanung. Diese ist eine Standardaufgabe in Unternehmen, die regelmäßig diverse Abstimmungsprozesse mit sich bringt. Oftmals sind durch die hohe Komplexität der Projekte die Prozesse für Einzelpersonen nicht oder nur schwer durchschaubar. Der enorme Zeit- und Kostendruck und ggf. doppelte Ressourcenbelegungen bergen zudem ein hohes Konfliktpotenzial. Die Entwickler und Forscher bei Vizamp beschäftigen sich mit technologisch und didaktisch neuen Ansätzen, um diese Konflikte zu lösen. Durch kollaborative Meinungsfindung und dem damit einhergehenden Middle-Out Paradigma sollen innerhalb des Projektmanagements effiziente Lösungen generiert werden. Um diesen arbeitsorganisatorischen Ansatz anwenden zu können, bieten sich gerade durch den technologischen Fortschritt bei Ein- und Ausgabegeräten (zum Beispiel durch die Multitouch-Technologie) vollkommen neue Möglichkeiten, Arbeitsprozesse zu steuern und zu koordinieren. Das verlangt wiederum nach neuen Visualisierungen jenseits von Tabellenkalkulationen und Gantt-Diagrammen.

Es werden auch etablierte Methoden aus dem Softwareentwicklungsbereich genutzt. Dazu zählen die „Agile Softwareentwicklung“ nach der „Scrum“-Methodik, kollaborative Meinungsfindungsprozesse und die Kommunikationsdynamik sozialer Netzwerke bei der Entwicklung des Projektplanungsprozesses. Einkollaboratives agiles Projektmanagement soll die Arbeit von Projektmanagern erleichtern, die Planung und Durchführung von Projekten effizienter und flexibler gestalten.