Technische Universität Dresden

Lehrstuhl für Mediengestaltung

Hauptseminar - BILD-RAUM-BETRACHTER

Eckdaten

DI 4.DS INF E009 wöchtlich 2 SWS

Semester

WiSem 2010/11

Betreuung

Dipl.-Medieninf. Esther Lapczyna, Dipl.-Medieninf. Franziska Hannß

Beschreibung

Das Interface, als gerahmte Bildfläche, bildet eine natürliche räumliche Grenze zwischen dem intuitiv handelnden Nutzer und der Bilderzeugung. Moderne immersive Illusionsräume, wie die CAVE, sprengen die Grenze zwischen dem physischen Raum des Körpers und der Virtualität, indem sie den Betrachter in ihre digitale Oberfläche hüllen

Das Verhältnis von Bildfläche und Raumimagination ist keine feste Darstellungskonvention, sondern durch kulturelle Einflüsse stetig im Wandel. Im Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit wurde das Bild „zu einem Projektionsfeld der gesehenen Wirklichkeit (Zuch:2004, 249)“, die flächigen Bildräume des Mittelalters wurden zu Gunsten einer geordneten und ordnenden Tiefenillusion aufgegeben. Im Rahmen des Proseminars soll die Arbeitsteilung von Flächen- und Tiefenbild ausgelotet werden. Vor dem Hintergrund der bisherigen Forschung zu interaktionsförderlichen, wahrnehmungskonformen Bildstrukturen, soll das Spannungsfeld von Betrachter und Bildraum, hinsichtlich einer visuellen Rückkehr des Menschen in den Bildraum.

Generelles

Ziel eines Seminars ist die Einführung in Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens. Im Wesentlichen sind dies Recherche, Quellenarbeit, richtiges Zitieren und wissenschaftliches Schreiben. Ziel ist die Erarbeitung eines ca. 8-seitigen Papers und einer Präsentation (Vortrag) zu einem freigewählten Thema im vorgegebenen Rahmen. Die Ergebnisse des aktuellen Seminars sollen eventuell in einem etwas größeren Rahmen zusammengefasst werden, als virtuelle Ausstellung oder in einer (elektronischen) Publikation. Die Abgabe- und Präsentationsmodalitäten werden dementsprechend angepasst.

Wahrnehmung – Bild-Raum-Betrachter – Sandra Matthes
Kopfkino – Virtuelle Schauräume des vorperspektivischen Bildes
Konstantin Klamka
Perspektive - Evolution des Sehens – Marcus Kirsch
Im Museum
Dynamische Zeitbilder – Joshua Peschke, Jakob Bahr
Architektur des Sehens – die Rasterung des Raumes – Nicole Filz
Textdynamik und Raumtext – Benny Thomä

Gruppenbeiträge

  • Post

    Give Me Some Space - Konzeptpapier

    hier das Konzeptpapier zu unserer Idee "Give Me Some Space". Ein Video vom ersten Test und zur besseren Anschaulikeit gibts unter: http://vimeo.com/33735049

    Viele Grüße,

    Joshua

  • Post

    Dye in Light

    Interessante Projekte unter www.creativeapplications.net

  • Post

    Perspektive - Evolution des Sehens [Marcus Kirsch]

    ‚Die Durchsetzung der Perspektive als Darstellungsform war nicht [...] ein plötzlicher und stürzender Paradigmenwechsel, sondern sie war Ergebnis eines langwierigen Prozesses [...].’ [BÜTTNER 2003, 17]

  • Post

    Architektur des Sehens – die Rasterung des Raumes [Nicole Filz]

    „Das Raster unterteilt Raum und Zeit in gleichmäßige Einheiten. Ein effektives Raster ist keine starre Formel, sondern eine flexible und elastische Struktur, die im Hinblick auf den Inhalt innewohnende Begebenheiten (Text, Bild, Daten) und die äußerlichen Rahmenbedingungen (Seite, Bildschirm, Fenster) entworfen wird – wie ein Skelett, dass sich mit der Muskelmasse der Informationen bewegt.“ [LUPTON2007].  In wie weit bietet das Raster eine Möglichkeit das Fensterparadigma grafischer Benutzeroberflächen zu überwinden bzw. zu erweitern.

  • Post

    Textdynamik und Raumtext [Benny Thomä]

    Mit dieser Arbeit soll ein Ausgangspunkt für weitere Überlegungen bezüglich des Einsatzspektrums von Schrift im Computerzeitalter geschaffen werden. Dass Information vom Rezipienten schnell und unproblematisch erfasst werden kann, ist essentiell.
    Heutige Interfaces müssen diese Anforderungen erfüllen.

  • Post

    Kopfkino - Virtuelle Schauräume des vorperspektivischen Bildes [Konstantin Klamka]

    Bei steigender Komplexität der heutigen Datenbestände und ihren Relationen verlangt modernes Interfacedesign ein hohes Maß an Abstraktion und zugleich eine chronologisch und intuitive Erfassung aller relevanten Informationen. In interaktiven Visualisierungen treffen Grafik und Text zu hybriden Kompositionen aufeinander. Das lineare Lesen wird zunehmend von kollaborativen multimedialen „Bildern“ abgelöst. Klassische lineare Ordnungssysteme werden in dynamische Darstellungen aufgelöst und verlieren so an Bedeutung.

  • Post

    Wahrnehmung – Bild-Raum-Betrachter [Sandra Matthes]

    In virtuellen Welten ist der Betrachter im Erleben des Geschehens bisher meist nur auf seine visuellen Fähigkeiten beschränkt. Installationen die sich auch den anderen Sinnen des Menschen widmen sind bisher vornehmlich Bestandteil von Forschungsprojekten. Die vorliegende Arbeit erklärt menschliche Wahrnehmung als Zusammenspiel aus visuellen Reizen und Körperempfinden und zeigt auf, dass ein Betrachter durch Sehen allein noch nicht zum Eintauchen in eine virtuelle Umgebung befähigt wird.

  • Post

    FR 2 DEZ / Planung Vorträge

    Oskar Schlemmer - Egozentrische Raumlineatur

    Liebe Studenten,
    hier der Plan für kommenden Freitag: Raum 2101 / 9:20 - ca. 13:40

  • Post

    Peter Kogler

    Ami Barak: Peter Kogler – eine Ästhetik des Verschiebend

    "Über die letzten zwanzig Jahre hat Peter Kogler unsere Wahrnehmung des Ausstellungsraumes grundlegend verändert, indem er diesen als integralen Teil seiner künstlerischen Arbeit etabliert hat."

  • Post

    Generator.x on vimeo

    Ryoji Ikeda: The Transfinite, audiovisual installation at Park Avenue Armory, New York.
    armoryonpark.org/​index.php/​programs_events/​detail/​ryoji_ikeda/​

    Mehr unter: generator.x - vimeo-channel="http://vimeo.com/channels/generatorx#24435790">