
Die 15. Ausgabe des Festivals für computergestützte Kunst CYNETART steht ganz im Zeichen des vor 100 Jahren eröffneten Festspielhauses Hellerau. Das speziell von Heinrich Tessenow für die proklamierte „Befreiung des Körpers“ entworfene Gebäude wird vom 16. bis 26. November 2011 in ein Raum-Labor verwandelt, in dem kulturelle, künstlerische und wissenschaftlich-technische Dimensionen heutiger wie künftiger Körperwahrnehmung erfahrbar werden. An der Schnittstelle zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit können Besucher innerhalb verschiedenster Versuchsanordnungen ihre Leiblichkeit neu oder anders erfahren.


VORTRAG
Mittwoch, 16. November / 16.00 Uhr
Body-Visions in Visualisation
»Raum und Bildraum«, Vortrag von Michael Hoepfel
Elektronische Medien verändern den Blick auf die Welt. Wir betrachten immer häufiger Welten, deren Teil wir nicht sind und verlieren dabei den Glauben an uns umgebende Bilder. Mit den Möglichkeiten der 3D-Simulation gewöhnen wir uns als Betrachter außerdem an einen Blick, der losgelöst ist von Raum und Zeit. Michael Hoepfel – erster Preisträger der CYNETART 1997 – stellt in diesem Kontext eine Auswahl seiner Arbeiten vor.
AUSSTELLUNG
16.11. 15-21 Uhr | 17.11. 19-23 Uhr | 18. / 19.11. 15-23 Uhr | | 20.11. 11-17 Uhr | 25. / 26.11. 19-24 Uhr (Im Rahmen der CYNETART Ausstellung)
Michael Hoepfel - Primo Tempore (Bilderzyklus), Cordless Time (Animation), Paradise Creatures (Installation)
Nancy Spero Saal
Auf verschiedene Weise blicken diese Arbeiten in die Vergangenheit zurück und erzählen dabei über die heutige Welt, das heutige Weltbild. Die Ikonen erscheinen nur mittelalterlich, beziehen sich aber in ihrer Ikonografie eher auf unser heutiges Leben. Cordless Time nennt sich im Untertitel »geometrischer Schöpfungsmythos zwischen interstellaren und molekularen Dimensionen«. Die Arbeit spannt einen weiten Bogen zwischen Glauben, Mythos, Religion und Wissenschaft. In allem schwingt die Unmöglichkeit, der Natur habhaft zu werden, sie aufzuzehren
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